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Unser Umbau

Hellmuth Hauser hat das Haus in der Zeit von 1950-1960 grundlegend renoviert und umgebaut. Er konnte den Platz südlich erwerben und hat damit die Apothekenräume deutlich erweitert.

Mit der Zeit ist das Gebäude doch in die Jahre gekommen; so war das Dach undicht ebenso die Terrasse, die Heizkörper waren teilweise durchgerostet, weil bei den verschiedenen Renovierungen vergessen wurde das offene Heizungssysteme nach Einbau einer Umwälzpumpe zu schließen und so über das Überlaufsystem viel Luft = Sauerstoff in das System kam, was zur Rostbildung führte. Dann war auch noch der Heizöltank durchgerostet, der Brenner gab den Geist auf und so entschloss ich mich zu einer größeren Renovierung.

Die ersten Pläne dazu gehen ins Jahr 2004 zurück. Unser erster Plan – Anbau in Glas und Stahl fand leider nicht die Zustimmung im Gemeinderat und wurde abgelehnt.

Auch der zweite Plan wurde wegen Einspruchs eines Nachbarn wegen Grenzabstand abgelehnt.

Man kam mir von Seiten der Verwaltung allerdings entgegen und verkaufte mir den Streifen zwischen des Haus Marktplatz 7 und den Garagen Marktplatz 10, die alte Feuergasse, so dass wir unser altes Gebäude nicht nach Westen hin erweitern konnten.

Der dritte Bauantrag fand endlich den allgemeinen Zuspruch. Bei einem Apothekenbau oder Umbau müssen zahlreiche Ämter ihren „Segen“ dazu geben: Gesundheitsamt, Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft, Regierungspräsidium, Apothekenkammer usw. Aus diesen Gründen geht bei jedem Bauantrag viel Zeit ins Land. Wir konnten dann endlich Anfang September 2010 mit den Bauarbeiten beginnen.

Die erste Überraschung kam schon beim Ausschachten der neuen Baugrube: das Gebäude ruhte nicht auf dem Keller und hatte auch kein Fundament. Nach einigen Überlegungen kam ich auf den Grund: 1811 war ein Großbrand, der den westlichen Teil des Marktplatzes bis über die Wassergasse hinaus betraf.

Die Gebäude waren verbrannt, aber die Keller aus Stein waren erhalten geblieben und so hat man auch aus Kostengründen die neuen Häuser auf die alten Keller gesetzt.

Weil der Untergrund fest war, hat man auch auf ein Fundament verzichtet.

Der lange und kalte Winter 2010/2011 brachte uns auch wieder eine Verzögerung von mehreren Wochen.

Die nächste unerfreuliche Überraschung kam dann im August 2011: In unseren Altrohbau wurde eingebrochen ein Heizungsrohr durchtrennt, mehrere Elektrokabel durchgeschnitten und das Schloss zum Heizungsraum beschädigt. Der Einbrecher wollte den Altbau mit Wasser fluten, damit wären die Holzdecken und die Parkettböden, die ich erhalten wollte, so beschädigt worden, dass man sie entfernen hätte müssen.

Die Trocknung hätten uns wieder Wochen gekostet. Glücklicherweise war kein Druck auf dem Heizungssystem, so dass ein Großschaden nicht eintraf.

Wir hoffen, dass die Bau und Umbauarbeiten bis Juni 2012 abgeschlossen sind und wir ein Gebäude beziehen werden, dass den Ansprüchen der nächsten Jahrzehnte gerecht wird.