Mehrwert Apotheke
Ihre Apotheke vor Ort ist viel
mehr als eine reine Einkaufsstätte für benötigte Arzneimittel. Sie erhalten
dort nicht nur professionelle Beratung zu Medikamenten, deren Anwendung,
Wechsel- und Nebenwirkungen, sondern auch zu sinnvollen Nahrungsergänzungen,
Haut- pflegeprodukten, homöopathischen Zube- reitungen und zu 1000 weiteren Fragen
rund um Ihre Gesundheit. Ein 24-Stunden Notdienst, Anfertigung von
Spezia- rezepturen, schnellste Arzneimittel- besorgung binnen weniger Stunden,
Lieferdienst und unzählige weitere Leistungen zeichnen Ihre Apotheke vor Ort
aus. Der Inhaber und Apotheker – egal ob
Mann oder Frau - selbst ist Ansprechpartner und Helfer und immer
persönlich verantwortlich.
In den Zeiten knapper Gelder
glauben manche Politiker Geld im Gesundheitssystem sparen zu können, indem sie
ferne Versender mit der Verteilung von Arzneimitteln beauftragen und inhabergeführte Vor-Ort-Apotheken gegen
ferngesteuerte und anonyme Filialketten austauschen. Dass andere Länder damit
schon genügend negative Erfahrungen gemacht haben, wird gewissentlich
verschwiegen.
Natürlich muss im
Gesundheitssystem jeder Euro zielgerichtet und effektiv eingesetzt werden, aber
mit der Zerschlagung einer funktionierenden Systems, um das uns die ganze Welt
beneidet, wird nur eine drastische Verschlechterung der Versorgungsqualität
eingeläutet.
Ohne jeglichen Verzicht auf
Leistung und Qualität liese sich viel Geld einsparen, würde man auf die
richtigen Strategien setzen. Diese Strategie ist Prävention.
Prävention heißt, Krankheiten gar
nicht entstehen zu lassen, sie im Keime zu ersticken, den Ausbruch zu
verhindern oder diesen deutlich hinauszuschieben. Eine theoretische Diskussion?
Ein Vorschlag aus der Abteilung phantastische Illusion?
In Deutschland leben zurzeit
knapp 7 Millionen Diabetiker Typ 2, früher auch Alterdiabetiker genannt. Jeder
dieser Patienten kostet der Solidargemeinschaft Krankenkasse circa 3.000 Euro
pro Jahr an Arzneimitteln, ärztlichen Behandlungsleistungen, an
Krankenhausaufenthalten, Operationen und im späten Stadium auch an
Hilfsmitteln, wie Rollstühlen oder Sehhilfen. Studien und auch die Erfahrungen
aus der täglichen Praxis belegen eindeutig, das jedes Kilogramm Körpergewicht
weniger, dass jeder verlorene Zentimeter an Bauchumfang die
Stoffwechselsituation drastisch verbessert, das Fortschreiten um Jahre
verhindert.
Auch Bluthochdruck,
Fettstoffwechselstörungen, orthopädische Probleme werden durch weniger Gewicht,
durch weniger Körperfett meist deutlich gebessert. Mehr Lebensqualität für den
Patienten, weniger Kosten für die Krankenkassen – alle profitieren davon.
Versicherungsmathematiker haben eindrucksvoll errechnet, das die
angespannten Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen sofort, aber auch
langfristig massive Überschüsse aufweisen würden, wenn wir die
ernährungsbedingten Erkrankungen und deren Folgeerscheinungen in den Griff
bekommen würden. In der Praxis sind wir davon meilenweit entfernt, denn
Prävention setzt nicht auf kurzfristigen Aktionismus, sondern erfordert
langfristige, intelligente Ansätze. Und sie kann nicht verordnet werden, wie
ein paar Pillen, Prävention erfordert Eigenleistung.
Bild-Quelle: ABDA



