Diabetes mellitus
Was ist Diabetes mellitus?
Der Diabetes mellitus (aus dem
Griechischen: „honigsüßer Durchfluss“) ,oder die Zuckerkrankheit ist die
Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten und beschreibt deren
ursprüngliches Hauptsymptom: Ausscheidung von Zucker im Urin. In der Antike wurde die Diagnose durch eine
Geschmacksprobe des Urins gestellt, denn der Harn von Personen mit Diabetes
weist bei erhöhtem Blutzuckerspiegel einen durch Zucker
süßlichen Geschmack auf.
Inzwischen ist es in der Fachsprache der Sammelbegriff für verschiedene
Störungen des Stoffwechsels, deren Leitbefund eine Überzuckerung des
Blutes (Hyperglykämie) ist. Ursache ist entweder
ein Insulinmangel (Diabetes mellitus Typ I),
eine Insulinunempfindlichkeit (=Insulinresistenz; Diabetes mellitus Typ II)
oder beides (fortgeschrittener Diabetes mellitus Typ II).
Je nach Ursache gibt es unterschiedliche Diabetestypen, die jedoch
verbindende Gemeinsamkeiten aufweisen.
Nur ca. 5% der Diabetiker leiden an dem Diabetes mellitus Typ I, dem
sogenannten „jugendlichen Diabetes“. Der Großteil ist an dem Diabetes mellitus
Typ II erkrankt, früher auch als „Alterdiabetes“ bekannt. Leider ist diese
volkstümliche Bezeichnung nicht mehr zutreffend, denn der Typ II Diabetes ist
zunehmend schon bei jüngeren Menschen und sogar Kindern anzutreffen, denn
Hauptursache ist Übergewicht.
Diabetes stellt weltweit ein immer
größeres Problem dar. Es gibt über 170 Millionen Diabetiker weltweit.
Mehr als 6 Millionen Diabetiker leben
in Deutschland, die Dunkelziffer ist unbekannt (ca. 8% der Deutschen), denn
Diabetes wird oft lange nicht erkannt.
2010 werden es in Deutschland
voraussichtlich ca. 10 Millionen Diabetiker geben (ca. 12 %). Das stellt ein
großes wirtschaftliches Problem dar, denn die gesundheitlichen Folgeschäden
sind teuer. Aber nicht nur wirtschaftlich ist diese Krankheit problematisch.
Für Betroffene und Angehörige heißt die Diagnose Diabetes mellitus eine
lebenslange Umstellung der Lebensgewohnheiten, denn es gibt meist keine
Heilungsaussichten.
Wie bemerkt man Diabetes mellitus?
Das Problem ist, dass mäßig erhöhte
Blutzuckerspiegel meist noch keinerlei Beschwerden verursachen.
Typ II Diabetes wird meist bei
Routineuntersuchungen entdeckt, häufig besteht die Krankheit schon seit einigen
Jahren unentdeckt.
Bei sehr hohen Werten kann es zu einem
lebensbedrohlichen Zustand – dem Diabetischen Koma – kommen.
Symptome:
Diabetes mellitus Typ I
- Häufiges Wasserlassen
- Starker Durst
- Abgeschlagenheit
- Sehstörung
- Gewichtsverlust
- Häufige Infektionen
- Hautjucken
- Schockzustand (diabetisches Koma)
Diabetes mellitus Typ II
- Häufiges Wasserlassen
- Starker Durst
- Antriebsarmut
- Anhaltende Müdigkeit
- Übergewicht
- Schlechte Wundheilung
- Häufige Infektionen
Zur Erhöhung der Aufmerksamkeit für dieses Krankheitsbild wird seit 1991
der 14. November als Welt-Diabetes-Tag begangen.
Was bieten unsere Apotheken?
In
regelmäßigen Abständen bieten unsere Apotheken Vorträge zu dem Thema Diabetes
mellitus an, in denen Sie noch viel ausführlicher über die
Erkrankung in formiert werden.
Zudem können
Sie Ihr Risiko, an Diabetes zu erkranken, anhand eines Fragebogens, den wir für
Sie ausgearbeitet haben, ermitteln. Diesen Fragebogen können Sie sich von
unserer Internetseite herunterladen oder sich in unseren Apotheken abholen.
Dazu wird eine Messung des Blutzuckerspiegels empfohlen. Diesen können wir in der Neuen Apotheke gegen eine
Schutzgebühr von 2 € durchführen. Bitte lassen Sie sich einen Termin geben.
Wenn Sie
Übergewicht reduzieren wollen, erkundigen Sie sich
doch nach unserer erfolgreichen Abnehmaktion „Leichter Leben in Deutschland“ , die seit Anfang 2008 auch in unseren Apotheken angeboten
wird.



